Nicht jeder Baumaschinen-Hersteller hat ein eigenes Bauunternehmen, das die hauseigenen Produkte im echten Einsatz testet. MTS hat dieses seltene Glück und nutzt jede Gelegenheit, die Bautrupps seine Produkte laufend auf Herz und Nieren zu prüfen zu lassen – zuletzt den MTS-PILOTen mit seiner jüngsten Erweiterung: dem MTS-Aufmaßassistenten. Die Tauglichkeit des Produkt-Baukastens bewies Schrode-Polier Manfred Vöhringer, der damit einen Tankstellenumbau von der Aufnahme über die Planung bis zur Abrechnung komplett eigenständig abwickelte.

Planung (MTS-CAD)

Zunächst plante Vöhringer die Erdbauarbeiten für eine Tankstellen-Renovierung mit dem MTS-CAD. Als Grundlage dienten ihm die zuvor mittels Rover und MTS-GEO eigenhändig aufgenommen Bestandsdaten der Baustelle. Das nötige Grundwissen hatte der Polier sich über eine Schulungsreihe im Rahmen der MTS-Akademie angeeignet. Ergebnis waren ein digitales Geländemodell (DGM) und eine virtuelle Oberfläche, die an jeder Stelle des Gewerks exakte Höheninformationen lieferte. Kanäle und Rohrleitungen ließen sich als 3D-Linien darstellen. 

Die Vorteile beschreibt Vöhringer so: „Durch die Vorbereitung der digitalen Baupläne lassen sich Planungsfehler schon vor dem eigentlichen Baubeginn erkennen. Und die ermittelten Längen, Flächen und Volumina sind sehr exakt, weshalb die Baustelle sehr gut organisiert und geplant werden kann.

Aufmaß (MTS-GEO)

Mittels MTS-GEO und MTS-ROVER konnte Vöhringer sämtliche Absteckarbeiten der Baustelle eigenhändig vornehmen – von der Bestandsaufnahme über die baubegleitende Absteckung bis hin zur Aufmaßerstellung. „Das garantiert uns maximale Flexibilität und Effizienz, da wir noch während der Bauausführung mit dem digitalen Aufmaß beginnen können. Und die exakte Geländeaufnahme vor und nach einem Arbeitsgang ermöglicht uns beispielsweise vor Ort die genaue Bestimmung und Zuordnung der bewegten Massen. Zudem lässt sich so jeder einzelne Arbeitsschritt direkt nach seiner Fertigstellung dokumentieren.“

Bauausführung (MTS-NAVI)

Bei der Bauausführung lieferten die aufs MTS-NAVI aufgespielten und mit MTS-GEO sowie MTS-CAD erzeugten Plandaten präzise Führungsvorgaben für den Baggerlöffel. Der Geräteführer hat dabei immer alle relevanten Informationen im Blick und kann darum völlig eigenständig arbeiten: „Das MTS-NAVI zeigt ihm beispielsweise die zentimetergenaue Position und Höhe der Schächte und Kanäle direkt im Bagger an“, so Vöhringer. „Da auf dem Baufeld an jedem Punkt die exakte Höhe bekannt ist, kann er profilgerecht ausheben und einbauen. Noch ein Vorteil: Da auch Kanal- und Straßenachsen auf dem Display ersichtlich sind, behindern ihn auch Fluchtstäbe und Pflöcke nicht mehr bei der Arbeit.“Dank MTS-PAL-Manager werden die aufgenommenen Daten von MTS-GEO und MTS-NAVI gesichtet, sortiert und in 3D dargestellt.

Abrechnung (MTS-AMA)

Alles, was Vöhringer für die Abrechnung benötigt, liefert ihm der neue MTS-Auf-maßassistent (MTS-AMA) – und zwar nach veränderbaren Vorgaben. „Das Tool dient der vereinfachten Ausgabe aller gemessenen Elemente einschließlich des automatisierten Mengennachweises für die Abrechnung“, erklärt Vöhringer: „Mit seiner Hilfe kann ich das digitale Aufmaß jetzt selber ausführen und beim Import der Messpunkte auf Knopfdruck sofort fertige Abrechnungspläne erhalten.“  


Enormer Zeit- und Kostenvorteil

„Unterm Strich sorgt eine durchgängige Digitalisierung des Bauablaufs für einen enormen Zeit- und Kostenvorteil: 
Allein, weil wir keinen Vermesser mehr brauchen, auf den wir warten müssen, damit er Nadeln schlägt, die uns später bei der Arbeit behindern. Stattdessen können wir jetzt alle Bauprozesse eigenständig abbilden und direkt nach Plan bauen, womit auch der Aufwand für das Aufmaß entfällt.“

Manfred Vöhringer
Polier, Schrode Bau