Vermessungsarbeiten vor Baubeginn abschließen

Bei Kanal- und Erdbauarbeiten für die Open Grid Europe setzt das Bauunternehmen Knoll GmbH aus Haren auf das MTS-NAVI, die 3D-Baggersteuerung des schwäbischen Automatisierungsspezialisten. Vermesser Werner Strotmann überzeugt vor allem dessen einfache Handhabung und die übersichtliche Anzeige: „Unser Baggerfahrer hat bei seinem ersten Test aus dem Stand heraus mit der 3D-Baggersteuerung arbeiten können.“ Aus Vermessersicht ist er froh, sämtliche Vermessungsarbeiten vor Baubeginn abschließen und sich so das tägliche Pendeln zu der weit entfernt gelegenen Baustelle sparen zu können.“ Auch im Hinblick auf die sonstige Amortisierung der Investitionskosten äußert sich Strotmann zufrieden: „denn die haben wir schon mit der Abwicklung der ersten Baustelle durch die erzielte Einsparung rausbekommen.“

Seinen Haupteinsatz findet das MTS-NAVI auf der Herbsteiner Baustelle im Vogelsbergkreis derzeit beim Rohrleitungsbau, da hier viele Sohlabstürze mit einem Versatz von bis zu einem Meter hochpräzises Arbeiten erfordern. „Wie genau die 3D-Baggersteuerung arbeitet, bewies ein Fall, in dem der Baggerfahrer die Lieferung eines falschen Schachts mit einem Sohlabsturz dadurch bemerkte, dass der weiterführende Rohrgrabenaushub an dem Schacht nicht höhengleich überging.“ Wichtige Einsatzvorteile bei den anstehenden Straßenbauarbeiten sieht Strotmann im Zusammenhang mit der Geländeprofilierung sowie beim Herstellen von Dammkörpern und Anschnitten. Aber auch bei dem Einhalten von Deckenhöhen sowie beim zentimetergenauen Herstellen des Erdplanums oder der Frostschicht. Denn so könnten Abweichungen durch Mehr- oder Minderaushub vermieden werden. Gerade die Bodenbeschaffenheit in Herbstein mit dem hohen Felsanteil würde bei ungewolltem Mehraushub (der in der Regel nicht bezahlt wird) das Ergebnis der Baustelle zusätzlich belasten.


„Arbeits- und kostentechnisch ist der größte Einsatzvorteil bei den laufenden Kanalbauarbeiten, dass wir immer flexibel bleiben“, so Strotmann. „Beispielsweise, wenn Bauarbeiten kurzfristig unterbrochen oder verlegt werden müssen, weil Autokräne kommen oder eine Straße zugemacht werden muss. Dadurch dass unser Baggerfahrer immer die komplette Baustelle als DGM (Digitales Geländemodell) auf seinem Display im Zugriff hat, kann er in diesen Momenten flexibel zu anderen Gewerken wechseln.“ Durch die im Voraus abgewickelten Vermessungsarbeiten entfallen auch die mit dem baubegleitenden Vermessen verbundenen Wartezeiten für eine Absteckung vor Ort. „Und falls nachträgliche Änderungen oder Korrekturen anfallen, Achsen abgesteckt oder Aufmaße aufgenommen werden müssen, kann unser Polier das mit dem MTS-Rover selbst erledigen. Denn auch der Rover punktet im Vergleich zu den vermessungslastigen Konkurrenzprodukten durch seine einfache Bedienung.“ Überhaupt gefällt es Strotmann, die komplette Satelliten-Technik aus einer Hand zu wissen, weil er dann einen zentralen Ansprechpartner für alle Belange hat: von der Maschinensteuerung als solcher angefangen über deren Installation am Bagger bis hin zum telefonisch Sofort-Support – falls gewünscht auch mit Fernwartung über das ToughPad. „MTS hat hinsichtlich der Qualität und Zuverlässigkeit seine Versprechen durchweg gehalten“, resümiert Strotmann. „Und unterm Strich ist kaum etwas erfreulicher, als wenn ein Geräteführer begeistert von der Technik ist, in die man investiert hat.“