Bauleiterin weckt Begeisterung für BIM-Methode im Infrastrukturbau

Seit rund einem Jahr hat die Firma Karl Krumpholz Rohrbau GmbH aus Kronach mit Anna-Maria Peter eine neue Bauleiterin an Bord. Im vergangenen Jahr hat die Bauingenieurin ihr Bachelorstudium mit dem Schwerpunkt Infrastrukturplanung erfolgreich abgeschlossen. In Abstimmung mit der Unternehmensführung absolvierte sie im ersten Anstellungsjahr eine Zusatzausbildung bei der MTS Akademie in Feuchtwangen zum BIM-Baustellenmanager im Kommunalen Verkehrswege- und Tiefbau. Ziel war es, auch die Digitalisierung der Baustellenprozesse im eigenen Unternehmen effektiv voranzutreiben. 

Der Weg zum integrierten, digitalen Planen und Bauen

Seit rund einem Jahr hat die Firma Karl Krumpholz Rohrbau GmbH aus Kronach mit Anna-Maria Peter eine neue Bauleiterin an Bord. Im vergangenen Jahr hat die Bauingenieurin ihr Bachelorstudium mit dem Schwerpunkt Infrastrukturplanung erfolgreich abgeschlossen. In Abstimmung mit der Unternehmensführung absolvierte sie im ersten Anstellungsjahr eine Zusatzausbildung bei der MTS Akademie in Feuchtwangen zum BIM-Baustellenmanager im Kommunalen Verkehrswege- und Tiefbau. Ziel war es, auch die Digitalisierung der Baustellenprozesse im eigenen Unternehmen effektiv voranzutreiben.

Durchgängig digitaler Prozess vom Aufmaß bis zur Rechnungsstellung
Hier hatte Anna-Maria Peter, die im Unternehmen für ihre eigenen Baustellen voll verantwortlich ist, auch schnell die passende Idee für die abschließende Projektarbeit: „Die in der Regel sehr aufwändige Abrechnung von Einheitspreisverträgen mit bislang ordnerweise Aufmaßzetteln in Papierform sollte vereinfacht und durchgängig digitalisiert werden“, berichtet die Ingenieurin. „Mein Ziel war ein lückenloser Prozess vom Aufmaß auf der Baustelle bis hin zur Rechnungsstellung“, ergänzt sie.

Vollautomatische Übertragung der Massen

Zur Entwicklung dieser digitalen Lösung entschied sich die Bauleiterin zunächst für eine kleinere, lokale Sanierungsmaßnahme mit nur einem Gewerk, dem Wasserleitungsbau. Im ersten Schritt nahm sie selbst sämtliche Rohrleitungen, Bögen, T-Stücke sowie Schieber und Hydranten mit dem GPS-Rover (System MTS-GEO MiraQLX) auf, bearbeitete die aufgenommenen Daten zunächst im CAD-System von der MTS Schrode AG aus Hayingen und übertrug diese im Anschluss als dxf-Dateien nach iTWO civil von RIB.

Nach Ergänzung sämtlicher Abrechnungsvorgaben, wie Elementmengen aus Stückzahlen, Längen oder Flächen im CAD-System von RIB, erstellte sie dort eine Massenermittlung in Verbindung mit einem Leistungsverzeichnis. Anschließend erfolgte eine Übertragung der Massenermittlung als Aufmaßdatei in das RIB-Projektmanagementsystem iTWO. „Die Massen wurden allesamt unmittelbar in die Rechnungsdateien übertragen“, berichtet Anna-Maria Peter. „Auf diese Weise waren keinerlei aufwändige Handaufmaße mehr erforderlich. Ein echter Fortschritt, der auch viel Zeit im gesamten Prozess einspart.“ Diese wurden auch vom zuständigen Ingenieurbüro vollständig anerkannt.

Selbstverständlich ist die strukturelle Erstellung eines neuen, vollkommen digitalen Prozesses mit vielen Aufnahmen auf der Baustelle zunächst einmal mit etwas mehr Aufwand als gewohnt verbunden, doch die Vorteile lagen recht schnell auf der Hand. So konnte die Bauleiterin beispielsweise zahlreiche Informationen für die Baustellendokumentation und Abrechnung direkt weiterverwenden.

Durchgängige Digitalisierung auf dem Vormarsch

Die RIB-Lösungen iTWO civil und iTWO waren im Hause Krumpholz Rohrbau bereits etabliert. Hinzu kam die enge Zusammenarbeit der Unternehmen MTS Schrode AG und RIB und die sehr gut aufeinander abgestimmten Lösungen. In der Phase der Projektarbeit musste Anna-Maria Peter zwar noch das eine oder andere Attribut in der RIB-Lösung händisch nachtragen, doch mit den aktuellen Versionen der beiden Softwarelösungen, die seit diesem Frühjahr am Markt sind, verläuft die Übertragung von MTS nach iTWO civil vollkommen lückenlos. Alle Informationen werden nun vollautomatisch innerhalb der RIB-Lösung erkannt. Und auch die Ingenieurin selbst schätzt die Softwaresysteme von RIB: „iTWO civil eignet sich hervorragend für Maßnahmen im Wasserleitungs- und Straßenbau und bietet Integrationsmöglichkeiten zu sämtlichen relevanten Systemen in diesem Bereich. Auch die Bedienung ist sehr intuitiv und schnell zu erlernen“, berichtet sie. Anna-Maria Peter interessiert sich für durchgängige BIM-Prozesse in 5D und ist der Überzeugung, dass ihr Unternehmen mit iTWO und iTWO civil bestmöglich für eine mittel- bis langfristige, durchgängige Digitalisierung der Baustellenprozesse ausgestattet ist. Da auch das Management im familiengeführten Unternehmen sehr offen für neue, digitale Ansätze ist, kann die engagierte Bauingenieurin ihre Ideen und Überlegungen sehr gut einbringen.

Modellbasierte Abrechnung im Fokus

Inzwischen arbeitet sie an einem weiteren Projekt mit verschiedenen Gewerken und unterschiedlichen Plänen aus Planung und Vermessung als Grundlage. „Bei diesem Projekt haben wir erneut die bereits etablierte Baggersteuerung von MTS eingesetzt“, berichtet Anna-Maria Peter. Genauso wie sie, ist auch ihr Baggerfahrer absolut überzeugt von modernen, digitalen Prozessen am Bau. Nach einer 3D-Aufbereitung der Planungsvorgaben durch die Ingenieurin war der Fahrer in der Lage, sämtliche Informationen zu Kanälen, Regenüberlaufbecken, Wasserleitungen und der Straße direkt in die MTS-Maschinensteuerung des Baggers zu übernehmen und danach exakt zu arbeiten. Den reduzierten Aufwand bei der Ausführung und Datenerfassung wusste auch er zu schätzen. Anna-Maria Peter konnte die mit der Maschinensteuerung erfassten Daten anschließend aus dem MTS-System als dxf-Datei wiederum nach iTWO civil transferieren und dort ihre Planbearbeitung erstellen. Sämtliche weitere Angaben, wie Einbaudatum, Qualität und freie Informationen, stehen in iTWO civil als zusätzliches Attribut zur Verfügung. „Egal in welcher Richtung, der Datenaustausch zwischen den Programmen von MTS und RIB verläuft inzwischen absolut reibungslos“, freut sich die Bauleiterin. Gleichzeitig schätzt sie die Sorgfalt, mit der die Poliere und Baggerfahrer auf den Baustellen arbeiten, auch mit der Zielvorgabe, die durchgängig modellbasierte Abrechnung Schritt für Schritt im Unternehmen voranzutreiben.

Kontinuierliche Verbesserung der Arbeitsweise

„Ziel ist es, die Vorteile aus den neuen, digitalen Prozessen immerzu bestmöglich zu nutzen und den Arbeitsablauf von Tief- und Rohrleitungsbaustellen auf diese Weise kontinuierlich zu verbessern“, fasst die Ingenieurin zusammen. Im Unternehmen Karl Krumpholz Rohrbau GmbH ist es der jungen Bauleiterin gelungen, für diese Innovation zu begeistern, das Interesse für BIM zu wecken und jüngere sowie auch ältere Kollegen auf den neuen Weg mitzunehmen. Ein voller Erfolg!

Massenermittlung mit der RIB-Software iTWO civil

Bauingenieurin Anna-Maria Peter ist es bei der Karl Krumpholz Rohrbau GmbH gelungen, die gewöhnlich sehr aufwändige Abrechnung von Einheitspreisverträgen mit bislang ordnerweise Aufmaßzetteln in Papierform durchgängig zu digitalisieren.