Schicht-Einsatz im Gleisbau: Zwei-Wege-Spezialisten Jaeger Bernburg und Steven Semrau

Wer bei Gleisbaustellen mit engen Zeitfenstern von Sperrpausen hantieren muss, weiß effiziente Technologien gleich mehrfach zu schätzen. So auch der Zwei-Wege-Spezialist Steven Semrau, der als Zwei-Mann-Betrieb mit seinem Vater quer durch Deutschland Aufträge für Subunternehmen der Deutschen Bahn abwickelt und seinen MTS-Anbauverdichter dabei fast immer an Bord hat. Sein Schwerpunkt sind rund um die Gleise anfallende Tiefbau-Arbeiten, die er mit seinem Zwei-Wege-Bagger direkt vom Gleis aus erledigt. Mittlerweile buchen ihn seine Auftraggeber nicht nur wegen seines Spezialgebiets, sondern auch wegen seiner Spezialausrüstung von MTS.

Für den MTS-Anbauverdichter hatte Semrau sich entscheiden, weil es der einzige Anbauverdichter mit verschiedenen Wechselplatten ist: „So können wir ein Grundgerät für diverse Anforderungen nutzbar machen und sind flexibel ohne dafür zig unterschiedliche Anbaugeräte durch die Gegend transportieren zu müssen. 

Beispielsweise, wenn wir eine Spundwand-
ramme brauchen, weil Böschungen zu nah am Gleis liegen und durch Schotterhalteplatten gesichert werden müssen. Dank MTS-Anbauverdichter müssen wir dafür keine extra Ramme mehr anmieten, sondern können eine Spundwand-Klemme andocken und Doppel-T-Träger als Halterung für die Betontröge einrammen, damit der Trog später nicht mehr abrutschen kann.“

Als weiteres Einsatzbeispiel beschreibt Semrau das Verdichten von Böschungen, die an Gleise angrenzen: „Mit der Rüttelplatte kann man in der Böschung nicht verdichten, während es mit dem MTS-Anbauverdichter in alle Richtungen möglich ist, dazu ohne einen zweiten Mann und direkt vom Zwei-Wege-Bagger aus. Unsere Auftraggeber hielten die Anschaffung anfangs für teuren Firlefanz. Mittlerweile sind sie schwer beeindruckt und buchen uns unter anderem auch wegen genau dieser Spezialausrüstung, weil wir mit der mehr leisten als alle anderen in der gleichen Zeit.“ 

„Auch wenn beim Kabel-Tiefbau beispielsweise die Verdichtung von Randwegen neben den Gleis anstehen, lässt sich das kinderleicht und deutlich schneller erledigen“, berichtet Semrau weiter. „Wir verdichten einfach direkt vom Gleis aus. Da wackelt nichts mehr, denn wir haben mit dem Gleich eine saubere Führungsschiene und so rein optisch ein perfektes Ergebnis. Außerdem können wir uns auch bei offenen Querungen unter Gleisen mindestens die Hälfte der Zeit sparen, weil wir direkt vom Bagger aus auch in der Tiefe verdichten können, und zwar in Schüttlagen mit doppelter Höhe und ohne zweiten Mann im Graben.“

Um den Effizienzvorteil im Kabel-Tiefbau noch weiter auszubauen, überlegt Semrau, auf einer seiner nächsten Baustellen auch die Doppelfuß-Platte vom  MTS-Anbauverdichter im Einsatz zu testen: „Ich möchte damit rechts und links der U-Steine den Trog besser und schneller verdichten können. Denn aktuell muss man beim Verdichten noch sehr aufpassen, dass sich die Steine beim einseitigen Abfahren nicht verschieben. Bei 30 km Bauabschnitten könnte das ein maßgeblicher Zeit- und Ergebnisvorteil werden.“