Innovation statt Depression

MTS erhält Landesinnovationspreis von Baden Württemberg

Am vergangen Donnerstag zeichnete Minister Nils Schmid den Hayinger Automatisierungsspezialisten MTS und 5 weitere Unternehmen mit dem diesjährigen Dr.-Rudolf-Eberle-Preis aus. Den mit einem Preisgeld von insgesamt 50.000 Euro dotierten Landesinnovationspreis erhielt MTS für den mit Wechseladapter und Drehwerk aufrüstbaren X3-Hochfrequenzverdichter. MTS-Geschäftsführer Rainer Schrode nahm die honorige Auszeichnung im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung im Haus der Wirtschaft in Stuttgart entgegen.

„Wer aufhört, besser sein zu wollen, hat aufgehört, gut zu sein“, kommentiert Schrode erfreut die offizielle Auszeichnung. Angefangen besser zu sein hatte Schrode schon bei seiner Firmengründung im Jahr 2000, als seine Geschäftsidee mit dem „Buisiness-Chance-Innovationspreis 2000“ ausgezeichnet wurde: ein mittlerweile als e.p.m-Verfahren patentiertes Bodenaufbereitungsverfahren. Dass er trotz fortgesetzter Erfolgsgeschichte und jährlichem Umsatzplus im zweistelligen Bereich nicht aufhört, gut zu sein, beweist neben den persönlichen Glückwünschen des honorigen Dr.-Rudolf-Eberle-Preiskomitees auch der Erfolg der prämierten Produktinnovation: Den aktuellen Marktanteil im Segment „vollhydraulische Anbauverdichter“ schätzt der findige Unternehmer auf 75 Prozent.

Grund für den wirtschaftlichen Erfolg seiner Produktinnovationen sieht Schrode im prämierten Qualitäts- und Innovationsanspruch, der bei ihm bis ins Detail reicht: Beispiel ist das zum Hochfrequenzverdichter gehörige MTS-Drehwerk, für dessen Produktion Schrode vor drei Jahren ein hauseigenes CNC-Bearbeitungszentrum einrichtete. „Ausschlaggebend war der Faktor Zeit und Qualität“, erklärt Schrode. „Wir wollten zum einen Lieferantenprobleme umgehen und Kundenwünsche und Optimierungen aus der Konstruktionsabteilung schneller umsetzen. Zum anderen ging es uns darum, komplexere Bauteile in der von uns für nötig befundenen Qualität selber fertigen zu können.“ Mittlerweile sind zwei von drei verkauften Verdichtern mit einem selbst gefertigten Drehwerk ausgestattet – Nachfrage und Kundenzufriedenheit steigend. Schrodes Sorge gilt darum nicht den künftigen Absatzmöglichkeiten, sondern der Möglichkeit, diese in einem angemessenen Zeitrahmen zu bedienen. Folgerichtig hat er bereits die nächste und bisher größte Investition ins Auge gefasst: den Bau einer rund 2500 qm großen Produktions- und Freihalle.

Die jüngste Preisauszeichnung bestärkt den Hayinger Unternehmer in seinen ehrgeizigen Plänen, zu denen auch die Verdopplung der Mitarbeiterzahlen im Laufe der nächsten zehn Jahre zählt. Entsprechend passend ist das leicht abgewandelte Zitat von Georg Bernhard Shaw, mit der die Schlussrede der diesjährigen Dr.-Rudolf-Eberle-Preisverleihung das Publikum verabschiedete: "Der vernünftige Mensch passt sich der Welt an; der mutige besteht auf dem Versuch, die Welt sich anzupassen. Deshalb hängt aller Fortschritt vom mutigen Menschen ab."