Eine Rechnung, die aufgeht

Automatisierter Tiefbau

Erdwärme und Automatisierung haben eines gemeinsam: Beide sind wie geschaffen dafür, die Verschwendung von Ressourcen zu vermeiden. Für MTS-Geschäftsführer Rainer Schrode Grund genug, sich der Frage regenerativer Energien gleich in doppelter Hinsicht zu stellen und bei der Umrüstung seiner alten Heizungsanlage auf innovative Tiefbaustrategien zu setzen.

Unser Leistungsspektrum
Spätestens wenn die eigene Heizung in die Jahre gekommen ist, steht man vor der Frage , ob man auf fossile Brennstoffe oder regenerative Heizsysteme setzt. Rainer Schrode ging es im letzten Frühjahr nicht anders. Die alte Ölheizung in seinem Haus war seit 18 Jahren in Betrieb und fuhr je nach Witterung einen Verbrauch von 4000 - 5000 Litern. Weil der vierfache Familienvater nicht nur als Unternehmer auf maximale Wirtschaftlichkeit setzt, war ihm der hohe Ölbedarf schon immer ein Dorn im Auge gewesen. „Öl ist viel zu schade, um es zu verbrennen und eine Ölheizung im Prinzip eine regelrechte Energievernich-tungsmaschine“, so Schrode. „Aber es ist garnicht so einfach, sich auf dem Markt der alternativen Möglichkeiten zurecht zu finden. Hier muss letztlich jeder selbst die Rahmenbedingungen selbst ausloten und im Hinblick auf die räumlichen Gegebenheiten, den Standort der Gebäude, die geologische Verhältnisse und zu guter Letzt die örtlichen Bauvorschriften abwägen.“

Beengte Baustellenverhältnisse
Schrode entschied sich für den Einbau von Erdkollektoren. Um seinen Energie-bedarf decken zu können, wählte er eine 8-Korbanlage: „Die Körbe mussten in einer Tiefe von 3,80 - 4,0 m verlegt werden, um je nach Bodenart eine Entzugsleitung von 1,6-6,0 KW zu bringen.“ Vor Baubeginn galt es, das Erdreich zu beurteilen und die in Deutschland geltenden Verlegericht-linien nach DIN EN805 sowie die Richtlinien des DVGW in die Planung mit einzubeziehen. Bei der offenen Verlegung muss direkt um das Rohr herum steinfreies Material als Verfüllgut verwendet werden. Die Regelwerke lassen dabei eine maximale Korngröße von 22 mm zu. „Die Voraussetzungen waren nicht gerade einfach“, erinnert sich Schrode. „Ein beengter Garten, Bäume und ein Hasenstall mitten im Garten“. Nach überschlägigen Berechnungen waren Gräben und Gruben von gesamt ca. 350 m3 herzustellen und wieder zu verfüllen Weil die Abfuhr von Aushubmaterial und eine Beifuhr von Sand für die Umhüllung der PE-Leitungen mangels Zufahrtsmöglichkeiten nur mit riesigen Aufwand zu realisieren gewesen wäre, entschied Schrode sich, den Boden nicht auszutauschen, sondern vor Ort aufzubereiten.

Die Baustellenausstattung
Zentrales Trägergerät war ein Raupen-bagger mit 25 to Dienstgewicht und vollhydraulischem OilQuick-Schnellwechsler. Der wegen der beengten Platzverhältnisse nahezu unbewegliche Bagger wurde für den Aushub mit einem Rotortilt von OilQuick ausgestattet, um so den Aushub für die Erdwärmekörbe in einer absolut passförmigen Kegelform herzustellen. Nach der Verlegung der Körbe folgte die nächste Herausforderung: Der Aushub. Der – ein bindiger Boden, der mittels Separator DSB 2-17 25 mm ohne Bindemittel aufbereitet und zerkleinert werden konnte. Der Boden wurde beim Aufbereiten direkt in die Gruben einge-bracht. „Bemerkenswert war, dass für die Ummantelung der PE-Rohre kein Sand benötigt wurde, sondern ausschließlich der anstehende Boden“, kommentiert Schrode.

Kein Gramm umsonst abgefahren
Bei der anschließenden Bodenverdichtung kam nur eine mannlose Arbeit in Betracht, da die Gruben weder verbaut noch entsprechend abgeböscht waren. Eingesetzt wurden die für diese Arbeit prädestinierten MTS-Universalverdichter. Auch bei diesem Arbeitsgang überraschte, dass der Aushub exakt passte und nicht 1 Gramm Boden abgefahren werden musste. Nach gerade einmal 4 Tagen Bauzeit waren alle Erdkörbe sauber verlegt und die Verbindungsleitung zum Haus einschließlich Kontrollschacht hergestellt Und nach zwei weiteren Tagen Arbeit rund um die abschließenden Wegearbeiten war dem Garten die frische Baustelle nicht mehr anzusehen“, staunt der Hausbesitzer noch heute.