3D-Datenaufbereitung

Schnittstellen-Know-how vom Profi

Ob Ihr Navigationssystem im Auto Sie ans Ziel führt oder vom Weg abbringt, hängt in erster Linie vom hinterlegten Kartenmaterial ab. Ähnliches gilt für die 3D-Steuerung in einem Bagger: Auch hier steht und fällt die Nutzbarkeit der digitalen Gelände-modelle mit der zugrunde liegenden Datenqualität, denn nur einwandfreie Daten garantieren eine reibungslose und kosteneffizient Abwicklung von Baustellen. Kleinen und mittleren Bauunternehmen fehlt es oft an dem für die Datenerstellung nötigen Mix aus Manpower, Know-how und Software-Ausstattung. Der in puncto 3D-Baggersteuerung versierte Automatisierungsspezialist MTS bietet darum eine herstellerunabhängige Unterstützung bei der Umsetzung der Planunterlagen für die Baggersteuerung an. Die Daten, die der 3D-Steuerung zugrunde liegen können, sind vielfältig: Böschungen, Dämme und Gräben werden mit der kompletten Höhen- und Lageinformation in ein „digitales Geländemodell“ gepackt und liefern an jedem beliebigen Ort der Baustelle die passende Höhenlage. Linienelemente wie z. B. Kanäle, Wasserleitungen oder der Straßenrand werden als Lageplan im Baggerrechner sichtbar, gleichzeitig wird der erforderliche Auf- oder Abtrag angezeigt.

Typische Anwendungsbereiche
Auf diese Weise lassen sich beispiels-weise auch Stufengräben realisieren. Bei komplizierten und kleinräumigen Struk-turen, wie sie bei der Außengestaltung von Hochbauten oder im GaLa-Bau üblich sind, ermöglicht eine sinnvolle und frühzeitige Datenaufbereitung die Nutzung der digitalen Planung als Hilfe bei der Bauablaufplanung - und zwar längst, bevor die Daten dann auf dem Bagger zum Einsatz kommen. In „3D-Ansicht“ lassen sich Schwächen in der Oberflächenentwässerungoder Fehler in den Querneigungen leicht aufspüren. Die im Rechner hinterlegten Daten dienen überdies immer auch als eindeutige Vorgabe für die Kosten-prüfung und verlässliche Grundlage für exakte Abrechnungen.

Vorteile vorkonfektionierter Daten
Die Vorteile einer digitalisierten Baustel-lenplanung liegen auf der Hand: Absteck-arbeiten werden sozusagen „vorkonfek-tioniert“ und von der Baustelle ins Büro verlagert. Das spart Personal und garantiert einen schnellen und reibungslosen Ablauf der Baustelle. Diese Rechnung gilt aber nur bei einer einwandfreien Qualität der Planungsdaten. „Die eigentliche Herausforderung liegt an den Schnittstellen von Daten und Maschine“, erklärt Nils Bräunig, der die Datenaufbereitung bei MTS feder-führend betreut. „Die Planungsvor-lagen von Architekten sind in der Regel unzureichend und lassen sich nicht eins zu eins auf den Bagger aufspielen. Sie müssen vorher in Hinblick auf die Anforderungen digitalisierter Baustellen geprüft, wo nötig angepasst und in ein maschinenlesbares Format konvertiert werden.“

Herstellerunabhängige Unterstützung
Die Umsetzung dieser Aufgabe setzt je nach Komplexität der Baustelle und Qualität des vorliegenden Datenmate-rials praxisbezogenes Know-how voraus: So bedarf die Prüfung des Dateninputs (Planungsvorlagen) fundierter Kennt-nisse in Bauplanung und Baustellenorga-nisation. „Typische Transferprobleme sind unvollständige, mit sachlichen Fehlern behaftete, schlecht aufbereitete oder falsch konvertierte Daten. Sie sind nicht nur ärgerlich, sondern auch ein klassi-scher und kostspieliger Stolperstein bei der zügigen Abwicklung von Baustellen“, weiß der gelernte Vermessungsingenieur und Geoinformatiker aus Erfahrung. Kurz: Jede Stunde, die sinnvoll in die Datenaufbereitung investiert wird, reduziert den Vermessungsaufwand auf der Baustelle enorm und beschleunigt den Baustellenablauf. An dieser Stelle greift das herstellerun-abhängige Dienstleistungsangebot von MTS: Es beinhaltet die Unterstützung bei der professionellen 3D-Datenauf-bereitung von der Schulung bis zur Übernahme und richtet sich insbesondere an kleine und mittlere Bauunternehmen.