GaLaBau-Innovationspreis-Medaille für MTS

MTS-Wechseladapter-Verdichter erhält GaLaBau-Innovationspreis-Medaille 2012
Der als „Schweizer Messer“ gehandelte Wechseladapter-Verdichter des Hayinger Automatisierungsspezialisten MTS wurde auf der 20. Internationalen Fachmesse für Urbanes Grün und Freiräume mit der diesjährigen GaLaBau-Innovationspreis-Medaille ausgezeichnet. Ausschlaggeben für die Prämierung war für die Bewertungskomission des Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau e. V die maximale Verdichtungsleistung des Anbaugeräts und seine weltweit einzigartige Wechseladapter-Vorrichtung. Diese erlaubt es dem Baggerfahrer, entsprechend der jeweiligen Verdichtungsanforderungen von der Fahrkabine aus verschiedene Grundplatten an den Verdichter anzudocken. MTS-Mitarbeiter Albert Gänz nahm die Auszeichnung am Donnerstagmittag im Rahmen einer feierlichen Übergabe entgegen.

Das System
„Das System ist ebenso einfach wie genial“, erklärt Albert Gänz. „Sie können das Verdichter-Grundmodul mit verschiedenen Zusatzoptionen zu einem echten Allround-Genie für beliebige Herausforderungen aufrüsten. Das Baukastenprinzip erlaubt Ihnen dabei, genau mit dem Paket einzusteigen, das den konkreten Anforderungen der jeweiligen Baustelle gerecht wird – angefangen beim simplen Verdichten von Grabensohlen bis hin zu besonderen Herausforderungen wie sie beispielsweise schwer zugänglichen Stellen oder das Ziehen und Rammen von Pfosten und Trägern stellen. So lassen sich mit dem Schwäbischen Verdichtergenie verschiedene Grundplatten in Sekundenschnelle von der Fahrkabine aus wechseln. Das R6-Drehwerk ermöglicht dabei das Verdichten in allen Ebenen, Richtungen und Winkeln. Dank OilQuick-Schnellwechsler kann der Geräteführer nach Abschluss der Verdichtungsaufgabe von der Fahrkabine das nächste Anbaugerät andocken. Kurz: ein Best-Practice-Beispiel für konsequente Automatisierung.

Die Philosophie
"Wer aufhört, besser sein zu wollen, hat aufgehört, gut zu sein“, kommentiert Albert Gänz erfreut die offizielle Auszeichnung. Angefangen besser zu sein hatte sein Unternehmen schon bei der Firmengründung im Jahr 2000, als dessen Geschäftsidee mit dem „Buisiness-Chance- Innovationspreis 2000“ ausgezeichnet wurde: das mittlerweile als e.p.m-Verfahren patentierte Bodenaufbereitungsverfahren. Dass MTS trotz fortgesetzter Erfolgsgeschichte und jährlichem Umsatzplus im zweistelligen Bereich nicht aufhört, gut zu sein, beweist neben den persönlichen Glückwünschen des Preiskomitees auch der Erfolg der prämierten Produktinnovation: Den aktuellen Marktanteil im Segment „vollhydraulische Anbauverdichter“ schätzt MTS auf 75 Prozent. Grund für den wirtschaftlichen Erfolg der Produktinnovationen sieht Gänz im prämierten Qualitäts- und Innovationsanspruch, der bei MTS bis ins Detail reicht: Beispiel ist das zum Wechseladapter-Verdichter gehörige MTS-Drehwerk, für dessen Produktion MTS vor drei Jahren ein hauseigenes CNC-Bearbeitungszentrum einrichtete. „Ausschlaggebend war der Faktor Zeit und Qualität“, erklärt Albert Gänz. „Wir wollten zum einen Lieferantenprobleme umgehen und Kundenwünsche und Optimierungen aus der Konstruktionsabteilung schneller umsetzen. Zum anderen ging es uns darum, komplexere Bauteile in der von uns für nötig befundenen Qualität selber fertigen zu können.“ Mittlerweile sind zwei von drei verkauften Verdichtern mit einem selbst gefertigten Drehwerk ausgestattet – Nachfrage und Kundenzufriedenheit steigend. Die Sorge seines Unternehmens gilt darum nicht den künftigen Absatzmöglichkeiten, sondern der Möglichkeit, diese in einem angemessenen Zeitrahmen zu bedienen. Folgerichtig ist MTS in diesem Jahr die nächste und bisher größte Investition angegangen:den Bau einer rund 2500 qm großen Produktions- und Freihalle, in der auch die MTS-Akademie (www.MTS-akademie.de) neue Räume findet. Die jüngste Preisauszeichnung bestärkt das Unternehmen in seinen ehrgeizigen Plänen, zu denen auch die Verdopplung der Mitarbeiterzahlen im Laufe der nächsten zehn Jahre zählt.

Zum Hintergrund
Mit der GaLaBau-Innovationspreis-Medaille will der BGL die Bemühungen von Herstellern zur Entwicklung neuer und fortschrittlicher Lösungen von technischen Problemen bei Produkten oder Verfahren für den Bau und die Pflege landschaftsgärtnerischer Anlagen anerkennen und fördern.