Clever spunden

Spundwandklemme spart 40 Prozent Verbaukosten

Um Verbauarbeiten an Schachtbauwerken im Leitungsbau schneller und kostensparender abwickeln zu können, testete Stefan Porasil, Bauleiter der Bad Mergentheimer Tiefbaufirma Baufirma Anton Bokmeier, den Einsatz einer MTS-Spundwandklemme bei der Herstellung eines Regenrückhaltebeckens. Das robuste Anbaugerät sparte ihm und dem Auftraggeber rund 40 Prozent der Verbaukosten und diente ihm überdies als clevere Lösung zur effizienten und schnellen Abwicklung des Bauprojekts.

Geologische Herausforderungen
Beginn der Abspundung „Unser Auftrag war die Erstellung eines Rückhaltebeckens, mittels dessen das von der nebenstehenden Autobahnbrücke zufließende Schmelzwasser vorgereinigt werden sollte“, erzählt Bauleiter Porasil. Wasserführende Gesteinsschichten und ein extrem lehmiger Boden stellten ihn die Baufirma dabei jedoch vor besondere Herausforderungen: „Die Möglichkeit der üblichen Abspundung mit 9 m hohen Dielen wurde seitens des LRA abgelehnt, da das Eindringen der Rückverankerungen in die wasserführende Kiesschicht Verunreinigungen der Trinkwassersversorgung hätten verursachen können. Zudem ließ der extrem schlammige Boden keinen Einsatz schwerer Rammgeräte zu, sondern erforderte im Gegenteil ein Trägergerät, das sich mittels Baggerarm abstützen und vorwärtsbewegen konnte.

Verdichter und Ziehramme in einem 
Wasserstand in der Baugrube „Darum dockten wir einen mit MTS-Spundwandklemme ausgestatteten MTS-Verdichter an unseren 29 to Kettenbagger an und funktionierten ihn kurzerhand zur mobilen Ziehramme um“, erklärt der Bauleiter. Denn so konnte er mit nur einer Trägermaschine im ersten Schritt einen Vorabtrag bis auf plus 2m Baugrundhöhe vornehmen, um im nächsten Schritt 4m hohe Spundwanddielen einzubringen und im Nachgang den restlichen Boden auszuheben. Bild 046 Schottereinbau

„Ein ideales Vorgehen, wenn der Boden weich und steinfrei ist und nur kurze Spunddielen im Einsatz sind“, findet Porasil. „Uns hat es unterm Strich nicht nur die Mehrkosten für Material und Transport der 9 m hohen Spundwanddielen gespart, sondern auch die Kosten, die mit der externen Vergabe der Abspundung verbunden gewesen wären. Hinzu kommt, dass wir auf diesem Wege keine Ausfallzeiten für unsere Maschinen zu verzeichnen haben.“ Insgesamt beziffert er die Ersparnis der Verbauarbeiten für ihn und den Auftraggeber auf rund 40 Prozent.

Test bestanden
Abschalen der Bodenplatte in der trockengelegten Baugrube Test bestanden Das „Schweizer Messer“ unter den Anbauverdichtern überzeugte ihn auch bei den abschließenden Bauarbeiten. Denn da konnte sein der Geräteführer in einem Arbeitsgang Spunddielen ziehen, Arbeitsräume verfüllen und anschließend mit normaler Grundplatte verdichten, um ein paar Meter weiter wieder zur Spundwandklemme zu wechseln. Überzeugend fand Porasil auch die begleitende Boden- und Baustellenberatung durch Martin Rappold, der für MTS den fränkischen Raum betreut. Bild 032 Fertiges Becken „Test bestanden: Dank Einsatz der MTS-Spundwandklemme können wir mit einem Trägergerät in einem Arbeitsgang auf engstem Raum anstehenden Boden einbauen, verdichten und Spunddielen zielen “, resümiert Porasil rückblickend und will Baustellen dieser Art künftig immer mit einer MTS-Spundwandklemme bestücken.