MTS-Universalverdichter im Einsatz: Bis zu 50 Prozent Zeitvorteil bei der Rohrzonenverdichtung

Auch für einen gestandenen Tiefbaupolier keine einfache Herausforderung: Flankiert von durchschnittlich 1.000 PKWs die Stunde soll Marco Wenk von der Laudemann GmbH aus Sontra zwei neue 500er Fernwärmeleitungen nebst 2x225 Gas- und Wasserleitungen sowie diverse Leerrohre entlang der B3/B27 Göttingen stadtauswärts verlegen. MTS-Universalverdichter und MTS-Tiltrotator dienen ihm und seinem Bautrupp dabei als wichtige Schlüsselwerkzeuge.

„Unser Ziel ist es, die Verdichtungsarbeiten soweit wie möglich auf unsere Trägergeräte umzulegen, um auch unter den erschwerten Rahmenbedingungen sicher, flexibel und effizient arbeiten zu können.“

Eingebaut und verfüllt wird konventionell im Sand nebst fließendem Verkehr bei einer Grabenbreite von 3,90 m und einer Grabentiefe bis zu 1,80 m mit 60 Grad Böschung. „Da gibt’s nicht nur jede Menge Sand zu verdichten, sondern auch jede Menge zusätzliche Herausforderungen wie ständig auftauchende Kabelquerungen.“

Dem Fachkräftemangel nachhaltig begegnen

‚Super‘ findet Marco Wenk am MTS-Universalverdichter UT 8-2 vor allem die gute Auslastung der Trägergeräte. „Wir haben auf dieser Baustelle 3 Bagger am Start, die die Anbaugeräte tauschen und so flexibel und parallel arbeiten können. Das sorgt für eine optimale Auslastung unserer Trägergeräte, hilft uns aber auch dabei, dem zunehmendem Fachkräftemangel zu begegnen, der uns auf immer mehr Baustellen zu schaffen macht.

„Klar war ich anfangs skeptisch, ob die Verdichtungsleistung passt und ob der Universalverdichter die Rohre hochdrücken könnte“, räumt Marco Wenk ein. „Denn was unten nicht funktioniert, kann nach oben hin nicht besser werden. Aber das Ergebnis hat dann nicht nur mich überzeugt: So ergab die Prüfung mittels Fallgewicht in der Rohrzone über 50 MN pro Quadratmeter und der Frostschutzwert erreichte an der Oberkante 120. Alles absolut einwandfreie Werte.“

Ähnlich skeptisch wie beim Universalverdichter waren Marco Wenk und seine Baggerfahrer anfangs hinsichtlich des MTS-Tiltrotators. „Denn wir haben mit den bisher eingesetzten Schwenkrotatoren ungute Erfahrungen gemacht: Sie gaben schon nach kurzer Zeit in alle Richtungen nach und waren wegen der außen montierten Zylinder sehr schwer einzusetzen. Dagegen überraschte uns der MTS-Tiltrotator gleich mit seiner kompakten Bauweise und Robustheit und er gab auch nach längeren Einsatzzeiten nicht nach.“

Darüber hinaus lobt Marco Wenk die Arbeitsgeschwindigkeit und die Sandwichbauweise des MTS-Tiltrotators: „Dadurch entfallen die klassischen Pro- bleme von Festanbauten bei großen Hublasten. Und wir müssen den Tiltrotator nur noch dann einsetzen, wenn wir ihn wirklich brauchen. Das schont das Gerät und die Spritkosten. Und der Wechsel ist denkbar einfach von der Fahrerkabine aus zu steuern.“

Wirtschaftlicher und komfortabler arbeiten

Mittlerweile können sich Wenk und sein Trupp ohnehin kein Arbeiten mehr ohne Tiltrotator vorstellen: „Nicht nur, weil durch das flexible Handgelenk am Baggerarm das ewige Rangieren entfällt, sondern auch, weil es uns schneller und einfacher die schwer zugänglichen Bereiche beim Ausschachten erreichen lässt. Kurz: Wir können einfach deutlich wirtschaftlicher und schneller arbeiten.“

Den konkreten Zeitvorteil durch den Einsatz der beiden Anbaugeräte schätzt Marco Wenk hinsichtlich der Rohrzonenverdichtung auf „gefühlte 50 Prozent“: „Unterm Strich ein gewaltiges Potenzial, das aber eben auch nur von motivierten Geräteführern in voller Gänze rausgekitzelt werden kann.“

"Fachkräfte zu finden und zu halten, ist heute eine der größten Herausforderungen. Die Automatisierung von Bauprozessen hilft uns in beiderlei Hinsicht."
Marco Wenk, Tiefbaupolier
Laudemann GmbH Sontra