Gesteuerte Ausstreuung von Bindemittel mit optischer Anzeige

Bodenverbesserung mit dem e.p.m-System NEU NEU NEU NEU NEU NEU NEU NEU NEU NEU NEU
Bodenverbesserung mit dem e.p.m-System Bodenverbesserung mit dem e.p.m-System Ganz neu von MTS ist die Vorrichtung für eine kontrollierte Einbringung bzw. Ausstreuung von Bindemitteln auf den Erdboden mit einer an einem Bindemittelstreuer angebrachten optischen Anzeige. Durch diese Anwendung wird bei der Bodenverbesserung eine genau definierte Menge an Bindemittel im Verhältnis zum Boden erreicht.. Die richtige Verwendung der Bindemittelmenge ist ausschlaggebend, um optimale Eigenschaften für die Verdichtung und der Tragfähigkeit zu erzielen und nicht unnötiger Weise Bindemittel zu verschwenden.

Im qualifiziertem Tief- und Kanalbau wird immer mehr eine Bodenverbesserung mit dem e.p.m-System ausgeführt. Verwendet wird hierfür an Bindemittelstreuer und ein Schaufelseparator. Der Streuer hat die Aufgabe, Bindemittel auf dem Aushubmaterial auszustreuen, dass anschließend mit dem Aushubmaterial gemischt wird. Der Streuer wird direkt am Bagger (oder an einem Radlader) angekuppelt. Angetrieben und gesteuert wird der Streuer über die Hydraulik vom Bagger. Die Ausstreuung erfolgt über die unten angebrachte Dosierwanne. Bei der Ausstreuung kann hier sehr gezielt auf die unterschiedlichen Bodenverhältnisse eingegangen werden. Ein weiterer Vorteil liegt darin, dass bei dieser Arbeitsweise sehr wenig Platz in Anspruch genommen wird. Die Durchmischung des Bindemittel/Bodengemisches wird vorzugsweise mit Schaufelseparatoren durchgeführt, die ebenfalls an Bagger oder Radlader angebaut werden. Da die Ausstreuung der Bindemittel mit dem Streuer in der Regel vom Bagger aus betätigt und angetrieben wird, besteht nicht die Möglichkeit, die Fahrgeschwindigkeit des Baggers über das Getriebe zur Messung der Ausstreumenge des Bindemittels zu verwenden. Grund hierfür ist, dass der Bagger für die Ausstreuung des Bindemittels nicht das Fahrwerk bedient, sondern den Arm des Baggers (Stiel und Ausleger). Um bei der Bodenaufbereitung mit dem Streuer die richtige Dosierung zu erreichen, muss daher zuvor die Fläche berechnet werden um eine Relation zwischen Füllmenge vom Streuer und der berechneten Fläche zu erzielen. Erfahrungsgemäß entwickelt der Anwender mit der Zeit ein sehr gutes Gefühl, um eine genaue Dosierung zu erreichen. Um diesen Unsicherheitsfaktor „Dosierung“ und „Kostenverursachung“ eindeutig eingrenzen zu können, muss daher eine Technologie eingesetzt werden, die auch ohne große Vorkenntnisse zu einem einfachem bedienen führen. Für die Ausstreuung der Bindemittel wird dabei ein optisches Signal verwendet, das dem Maschinenführer signalisiert, wie viel Bindemittel ausgestreut wurde. Die an dem Streuer unten angebrachte Dosierwanne wird über die Hydraulik des Baggers angetrieben. Der Auswurf des Bindemittels erfolgt über ein Zellenrad. Dieses Zellenrad hat demnach mehrere Zellenkammern, die ein bestimmtes Volumen aufweisen. Sind bei einer Umdrehung alle Zellenkammern geöffnet, so wird pro Umdrehung die maximale Bindemittelmenge ausgestreut. Bei jeder Umdrehung blinkt kurz eine Lampe, die auf dem Streuer aufgebaut ist. Durch verschließen einzelner Zellenkammern bzw. durch Veränderung der Zellen kann das Volumen pro Umdrehung verändert werden. Vorteilhaft ist eine Einstellung, bei der pro Umdrehung 20 kg ausgestreut werden. 20 kg Bindemittel entspricht in etwa 1 Gew. % Bindemittelmenge zu einem cbm Boden (ein cbm Boden wiegt ungefähr 2 to). Ausstreuung Ausstreuung Beispiel: Bei 10 Umdrehungen sind infolgedessen 200 kg Bindemittel ausgestreut. Bei einer Vorgabe von 1 Gew.% können somit 10 cbm Boden verbessert werden. Die Mischung des Bodens erfolgt in der Regel mit einem Schaufelseparator. Diese Schaufelseparatoren haben ein bestimmtes Fassungsvolumen. Bei einem Schaufelseparator, der beispielhaft ein Volumen von 1 cbm hat, können 10 Schaufelseparatorfüllungen im Verhältnis mit dem Bindemittel gemischt werden. Je nach Bedarf der Bindemittelmenge kann das Zellenrad auf die ausstreuende Bindemittelmenge pro Umdrehung angepasst werden. So wurde beim ersten Einsatz bei einer Baumaßnahme der Firma Volz aus Bräunlingen die Technik gleich in die Tat umgesetzt. Vor Baubeginn wurden zwei Prüffelder erstellt. Prüffeld I mit 1 Gew.% Bindemittel sowie ein Prüffeld II mit 1,5 Gew. % Bindemittel. Nach zwei Tagen war keine Veränderung der Tragfähigkeit ersichtlich, bei dem Prüffeld I konnte ein Evd von 28 MN/m2 erzielt werden, beim Prüffeld II ein Evd von 35 MN/m2. So konnte der Maschinenführer nach einer kurzen Einweisung das e.p.m-System erfolgreich einsetzen.