Über 10 % Einsparung mit MTS Bodenverbesserung e.p.m

Die Preissituation im Tiefbau ist trotz der verbesserten Auftragslage nach wie vor angespannt. Um dennoch in die Gewinnzone zu gelangen muss die Produktivität erhöht werden. Voraussetzung sind hierfür zuverlässige Trägergeräte als Basis und insbesondere die richtigen Werkzeuge für den Bagger um ein Optimum an Leistung zu erbringen.

Vor allem das System e.p.m für die Bodenverbesserung von MTS ist ein wichtiger Bestandteil für eine wesentliche Kostenreduzierung im Tief- und Kanalbau. In Gomadingen wird derzeit im Ortskern ein Großteil des Kanalsystems erneuert.

Für die Entwässerung wird in offener Bauweise ein Abwassersystem mit PP- Rohren und Stahlbetonrohren von DN 150 bis DN 500 mit einer Länge von ca. 400 m in einer Grabentiefe bis 4,80 m erstellt. Das zuständige Ingenieurbüro Pirker & Pfeiffer aus Münsingen hat auf Grund der schwierigen geologischen Verhältnisse - der anstehende Boden ist in der oberen Schicht sehr tonig-schluffig mit einem zu hohem Wassergehalt und im unteren Bereich teilweise sehr felsig (Jurakalkgestein Bkl. 7) - einen Bodenaustausch mit Splitt und Siebschutt vorgesehen.

An Stelle eines Bodenaustausches hat der Bauunternehmer hierzu eine alternative Bauweise angeboten , und zwar eine Bodenverbesserung für den Leitungsgraben und für die Leitungszone entsprechend der ZTVE-StB 94/97 nach Maßnahme 11 (Bodenverbesserung mit Bindemitteln) nach dem System e.p.m der Fa. MTS aus Hayingen angeboten. Nach eingehender technischer Prüfung, eine Gleichwertigkeit im Sinne der VOB § 25 Nr.5 lag vor, wurde das Nebenangebot gewertet. Der Preisvorteil für den Auftraggeber lag damit bei über 10 %. Die Arbeitsweise und das Handling erwies sich trotz der schwierigen Bedingungen im beengten innerörtlichen Raum ( wenig Platz, Anliegerverkehr usw.) als sehr einfach.

Vorteilhaft ist insbesondere der flexible Einsatz des Systems, da eine Bodenverbesserung direkt durch den Vortriebsbagger wie auch durch den Verfüllbagger möglich ist. Bei dieser Baumaße wurde eine Bodenaufbereitung direkt beim Vortriebsbagger gewählt, da eine Umfahrung nur überörtlich mit weiten Fahrstrecken möglich gewesen wäre. Der Aushub wird dabei hinter dem Bagger abgelegt, nach der Rohrverlegung verbessert und in einem Arbeitsgang direkt in den Kanalgraben eingebaut. Möglich wird dies mit dem neuen Crusher, der den Aushub auf eine 20 mm -Korngröße zerkleinert und somit für biegeweiche Abwasserrohe entsprechend der DIN EN 1610 verwendbar ist.

Für die Bindemittelausstreuung wird ein MTS- e.p.m-Bindemittelstreuer mit optischer Anzeige für die Bindemitteldosierung eingesetzt. Dieser wird sukzessive eingesetzt. Durch die optische Anzeige kann eine kontrollierte Ausstreuung garantiert werden und gilt bei Fachingenieuren als das einzig qualifizierte System für die Bodenverbesserung. Zwischenzeitlich ist dieses System in großen Teilen Deutschlands Standard und wird immer mehr von Ingenieurbüros als Leistungsbestandteil vorgesehen.

Nach der Ausstreuung des Bindemittels – dieser Arbeitsgang ist in wenigen Minuten erledig t- wird an den Bagger der Crusher angekuppelt, nimmt das Boden-Bindemittelgemisch auf um dann während des Mischens direkt in den Kanalgraben eingebracht zu werden. Bedenken des Auftraggebers hinsichtlich der Staub- und Lärmemission haben sich bei dieser Anwendung als unbegründet erwiesen, da durch dieses System unter Verwendung eines staubreduziertem Bindemittels die Staubimmission vernachlässigt werden kann. Im Gegenteil, durch die sehr starke Reduzierung des LKW-Verkehrs entsteht eine wesentlich geringere Belastung für die Anlieger und gleichzeitig wird der Bauablauf beschleunigt.

Durch den flexiblen Einsatz mit dem Bindemittelstreuer und dem Crusher kann sehr genau auf die unterschiedliche Bodenarten eingegangen werden. Großer Vorteil ist auch, dass der Boden unmittelbar nach dem Aushub aufbereitet wird, äußeren negativen Einflüssen wie Regen (starke Durchnässung mehr Bindemittel) oder zu starke Austrocknung bei Sonnentagen wird vorgebeugt

Eingehende Verdichtungsprüfungen ergaben im eingebautem Zustand des Bodens bei einer Bindemittelmenge im Schnitt von 1,0 % (Gew.%) sehr gute Ergebnisse. Der geforderte Verdichtungsgrad Dpr von 97 % wurde durchweg überschritten. Prüfungen des Verformungsmoduls Ev2 ergaben Werte von 48 - 64 MN/m2 . Um die Verdichtungsarbeiten zu beschleunigen werden MTS-Universalverdichter für die Verdichtung in schmalen Gräben und MTS. Anbauverdichter für die Verdichtung im Leitungsgraben – alle mit OilQuick ausgerüstet – eingesetzt.

Dadurch konnte die Verdichtungsleistung wesentlich erhöht werden, bei einer gleichzeitigen Reduzierung der Unfallgefahr, da kein Personal mehr den Graben betreten muss. Intensive Verdichtungsprüfungen haben ergeben, dass durch die enorme Tiefenwirkung des MTS- Plattenverdichters mehr als doppelt so hohe Schüttlagen wie bei der Verwendung von herkömmlichen Grabenwalzen eingebaut werden können.

Somit erzielt diese Kombination eine bis zu 3-fache Verdichtungsleistung. Die Anbau-Plattenverdichter von MTS, zwischenzeitlich Marktführer in diesem Segment, heben sich hervor durch eine durchdachte Geometrie und Anordnung der Metallgummipuffer sowie der ausgetüftelten Hydraulik, der einfachen Handhabung und der breiten Produktpalette. Die Tagesleistung für die Bodenverbesserung, Einbau und Verdichtung des Bodens ist beachtlich und konnte, so der zuständige Bauleiter, um bis zu 20 % gesteigert werden. Viele Bauunternehmer haben zwischenzeitlich das Gesamtsystem von MTS vor Ort betrachtet und sind von der MTS-Technologie einfach fasziniert und von der fachlichen Kompetenz begeistert.