Einsatz MTS-Technologie in der Verdichtungstechnik und Bodenaufbereitung

Im Rahmen der notwendigen Erneuerung der Trinkwasserversorgung für den Zweckverband Wasserversorgung Fränkischer Wirtschaftsraum erhielt das zertifizierte Fachunternehmen Karl Krumpholz Rohrbau GmbH aus Kronach den Auftrag, bei Rittersbach, Gemeinde Georgensgmünd, insgesamt 4.600 m Stahlrohr der Dimension DN 1200 zu verlegen. Aus der Überlegung heraus, bei dieser Maßnahme auf einen vorgesehenen Bodenaustausch im Bereich der Rohrleitung zu verzichten, zog man die Möglichkeit der mechanischen Bodenverbesserung, entsprechend der ZTVE-StB 94/97 nach Maßnahme 12, vor Ort in betracht.

Mit dieser Überlegung konnten aufwendige Baustrassen entfallen, was die begrenzten Zufahrtsmöglichkeiten zur Baustelle in einem anderen Licht erscheinen ließ. Die enorme Belastung der Region durch den bei einem Bodenaustausch anfallenden LKW-Verkehr konnte somit ebenfalls vermieden werden. Die Möglichkeit hierzu wurde mit der Entscheidung der Fa. Krumpholz für die OilQuick-Schnellwechseltechnik gelegt. Mit der fortschrittlichen Technik eröffnete sich die Möglichkeit, speziell im Bereich der Rückverfüllung, den ausgehobenen Rohrgraben schnell und sicher von nur einem Bagger aus zu bewerkstelligen. So hält nun mit dem Bagger als universelles Gerät die Automation Einzug in den Tiefbau und somit in den Arbeitsalltag der Fa. Krumpholz. Für die Rückverfüllung zeigte sich die Maßgabe, lediglich 300 m offenen Rohrgraben zuzulassen, als einer der Knackpunkte. Darüber hinaus war eine weitere wichtige Vorgabe, die Verfüllung der Leitungszone steinfrei herzustellen. Diese Vorgaben und die entsprechend geforderte Verdichtung konnten mit der Separator- und Verdichtungstechnik der Fa. MTS GmbH optimal erfüllt werden. Für die mechanische Bodenverbesserung des anstehenden Bodenmaterials (Sandgemisch mit wechselndem Ton-/Lehmgehalt und teilweise hohem Steinanteil) wurde ein Schaufelseparator des Typs SM 3-17 mit einem Durchlass von 20 mm gewählt. Damit war der notwendige Materialdurchsatz von durchschnittlich rund 450 m³/Tag leicht zu realisieren, bei Tagesspitzen von bis zu 750 m³/Tag. Um die notwendige Verdichtung sicherzustellen, kamen während des schichtweisen Einbaus des Bodenmaterials in der Leitungszone ein Anbauverdichter Typ UVH zum Einsatz. Mit dem Gerät konnten bei diesem Boden Schütthöhen von i. M. 0,70 m realisiert werden. Aufgrund der außergewöhnlichen Tiefenwirkung und der Wendigkeit des Anbauverdichters ist die Verdichtung selbst im problematischen Zwickelbereich gewährleistet, womit die bisher eingesetzten handgeführten Stampfer entfallen konnten.

In der weiteren Verfüllung des Leitungsgrabens kam der größere und leistungsstärkere VP 14-8 zum Einsatz. Bei Schütthöhen von bis zu 1 m konnte dessen Leistungspotenzial voll entfaltet werden und so die Tagesleistung bei einer hohen Qualität sichergestellt werden. Teilbereichen des bis zu 5 m tiefen Grabens konnten selbst Schütthöhen bis 1,30 m erfolgreich umgesetzt werden. Durch die schnelle und problemlose Wechselmöglichkeit der Anbaugeräte konnte die Rückverfüllung, bei gleichzeitiger mechanischer Aufarbeitung, mit dem Vortrieb der Leitungszone problemlos mithalten und somit einen wichtigen Beitrag zum Erreichen der rund 3 Monate Bauzeit für die reine Rohrverlegung beitragen. Die Fa. Krumpholz zeigt sich mit diesem ersten Einsatz der technischen Komponenten der Fa. MTS als überaus zufrieden und hat den Schritt, in fortschrittliche Technologie zu investieren, als richtig angesehen und ist von dessen Erfolg bei zukünftigen Baumaßnahmen überzeugt