Automatisierung im Kanalbau dank MTS-Technolgie

Kostenersparnis durch Bodenverbesserung über 15 %
Innovation zahlt sich aus, so der Juniorchef Michael Strohäcker der mittelständischen Tiefbaufirma Gebr. Strohäker GmbH aus Jettingen und freut sich über den guten Ablauf der über 3.000.000 € großen Erschließungsmaßnahme in Deckenpfronn, bei der 130 Bauplätze erschlossen werden.

Erfahrungsgemäß ist bei dieser Baumaßnahme nach Abtrag des Oberbodens bzw. Straßenkoffers ein ortsüblicher, wechselnder ton-schluffigen Lösslehm der Bodenklasse 3-6, im unteren Bereich mit Fels der Bodenklasse 7 zu erwarten. Für den über 4.000 m geplanten Kanalbau DN 300 – DN 500 aus Polpropylen und Stahlbeton sowie für die Wasserleitung war vom zuständigen Ingenieurbüro auf Grund der kritischen Bodeneigenschaften ein Bodenaustausch von 15.000 m3 geplant.

An Stelle eines Bodenaustausches hat der Bauunternehmer hierzu eine alternative Bauweise angeboten, und zwar eine Bodenverbesserung für den Leitungsgraben und teilweise für die Leitungszone entsprechend der ZTVE-StB 94/97 nach Maßnahme 11 (Bodenverbesserung mit Bindemitteln) nach dem System e.p.m der Fa. MTS aus Hayingen. Nach eingehender technischer Prüfung, eine Gleichwertigkeit im Sinne der VOB § 25 Nr.5 lag vor, wurde das Nebenangebot gewertet. Der Preisvorteil für den Auftraggeber lag damit bei über 15 % gegenüber dem Hauptangebot.

Da die Bauzeit für das große Projekt auf 12 Monate beschränkt ist, setzt die Firma Strohäcker auf volle Leistungsfähigkeit und setzt drei Bagger mit vollhydraulischem Wechsler von OilQuick ein. Für die Rückverfüllung wird ein Bagger ohne weiteres Bodenpersonal eingesetzt. Dieser ist zuständig für die dosierte Bindemittelausstreuung mit dem e.p.m-Bindemittelstreuer, der Bodenverbesserung „mixed in place“ mit dem Crusher und der Verdichtung mit dem MTS-Anbauverdichter. Die Rückverfüllung erfolgt sukzessive , die offene Gräben werden auf ein Minimum reduziert, und es wird eine Leistung von über 200 m3/Tag pro Bagger erreicht!

Vorteil des MTS-Systems für die Bodenverbesserung ist, dass der ausgegrabene Boden im gleichen Tag wieder als Rohstoff verwendet wird, eine negative Beeinflussung des Bodens durch Regen oder Sonne (austrocknen des Bodens) kann dadurch ausgeschlossen werden. Der Bedarf an Bindemittel ist deshalb unter 1,5 % (Gew.%). Ein weiterer Vorteil ist, dass die Gräben für die Rückverfüllung nicht verbaut werden müssen, da dank der MTS-Anbauverdichter kein Personal den Graben betreten muss

Gleichzeitig kann die Verdichtungsleistung wesentlich erhöht werden. Intensive Verdichtungsprüfungen haben ergeben, dass durch die besondere Funktion der MTS-Anbauverdichter die Tiefenwirkung mehr als doppelt so hohe Schüttlagen wie bei der Verwendung von herkömmlichen Grabenwalzen eingebaut werden können. Somit erzielt diese Kombination eine bis zur dreifachen Verdichtungsleistung.

Die Anbauverdichter von MTS, zwischenzeitlich Marktführer in diesem Segment, heben sich durch eine durchdachte Geometrie und Anordnung der Metallgummipuffer sowie der ausgetüftelten Hydraulik, der einfachen Handhabung und der breiten Produktpalette hervor.

Durch die neu „X2-Serie“ kann die Schlagkraft variabel geändert werden, ohne dass der Maschinenführeraussteigen muss. Der Vorteil beim MTS-Anbauverdichter X2 ist die einfache Anpassung der Schlagkraft beim Verdichten oberhalb der Leitungszone. So kann eine Beschädigung der Kanalrohre ausgeschlossen werden.

Ganz angetan ist Herr Strohäcker auch von dem MTS-Universalverdichter, der im Kanal-Vortrieb eingesetzt wird. Nach der Rohrverlegung wir vom Maschinenführer aus die Leitungszone vom Bagger aus verdichtet. Das hat zur Folge, dass der Verbau letztendlich nur zur Rohrverlegung erforderlich ist. Die Verdichtungsleitung des MTS-Universalverdichters – so Herr Strohäcker – ist wesentlich wirtschaftlicher als herkömmliche Stampfer. Interessant ist bei vor allem, dass dieser Universalverdichter auf Grund ihrer Addition von dynamischer Schlagkraft und statischer Schlagkraft als leichtes Verdichtungsgerät gemäß ATV 139 zuzuordnen ist, die Tiefenwirkung und der Zwickel der Rohrbettung jedoch besser verdichtet werden.

Die Tagesleitung einschl. Hausanschlüsse beträgt über 35,00 m/Tag und ist wesentlich höher als geplant. Damit wurde neben der Kostenreduzierung für den Bodenaustausch gleichzeitig die Leistungsfähigkeit erhöht, und das ganze bei einem geringerem Personalbedarf und einer besseren Maschinenauslastung.