Automatisierung mit Asphaltfräsen im Kanalbau

Die Firma MTS Gesellschaft für Maschinentechnik und Sonderbauten entwickelt und vertreibt seit der Gründung sehr erfolgreich Produkte für die Automatisierung im Tief- und Straßenbau. Basis hierfür ist die OilQuick-Schnellwechseltechnik, mit der sich hydraulische Anbaugeräte innerhalb von Sekunden wechseln lassen, ohne dass der Maschinenführer aussteigen muss. Mit der Einführung von Anbauverdichtern und der Technologie für die Bodenverbesserung im Tiefbau hat sich MTS in diesem Bereich zum Markführer entwickelt. Seit 2007 bietet MTS eine weitere Innovation, um die Vielseitigkeit des Baggers als Universalgerät hervorzuheben. Mit der neuen MTS-Asphaltfräse BF-600 kann dieser nun für eine weitere wichtige Aufgabe innerhalb des täglichen Baustellenablaufes - beispielsweise einer innerörtlichen Tiefbaumaßnahmen - genutzt werden.

So setzt auch die Fa. Rohrleitungsbau Fritz Heidel OHG aus Glött, auf die Vielseitigkeit und Mobilität der MTS-Asphaltfräse bei innerörtlichen Sanierungsmaßnahmen. Mit einer Frästiefe bis zu 15cm, die vom Bagger aus hydraulisch einstellbar ist, und einer Fräsbreite von 60cm lassen sich – so der Geschäftsführer Dipl.-Ing. Alexander Heidel – die Fräsarbeiten bei kleineren Maßnahmen viel schneller und wirtschaftlicher ausführen. Insbesondere in Verbindung mit OilQuick reduziert sich der Aufwand bei Hausanschlüssen und Kopflöchern im Asphalt erheblich. Man kann einen bestehenden Graben nachfräsen, und das Naschschneiden der Asphaltbetondecke ist oftmals nicht erforderlich. Auch kann die Fräsbreite durch mehrere versetzte Übergänge beliebig verbreitert werden.

Die Firma Heidel setzte von Anfang an auf Transparenz der Bagger und hat sich entschieden, gleich mehrere Bagger mit OilQuick auszurüsten. Durch die einfache Bedienung der MTS-Asphaltfräse und der einfachen Transportmöglichkeit wird die Fräse sehr flexibel bei mehren Baustellen wechselseitig eingesetzt. „Einfach ganz toll“, so zusammenfassend die Aussage von Dipl.-Ing. Alexander Heidel. Die MTS bietet die Asphaltfräsen in drei verschiedenen Größen an. Die kleinste Fräse ist ab einem Baggergewicht von ca. 4 to einsetzbar und hat eine Fräsbreite von 300 mm. Der Einsatzbereich dieser Fräse ist insbesondere im Leitungsbau interessant. Die größte Fräse hat eine Fräsbreite von 600 mm und eine Frästiefe von 150 mm. Alle Fräsen lassen sich zusätzlich mit einem Wasseranschluss ausrüsten, um die Staubimmission zu verringern und die Schmierung der Meisel beim Fräsen zu erhöhen. Erfahrungsgemäß beträgt die Leistung bei voller Frästiefe ca. 1,00 m/min, bei Frästiefen von ca. 3 cm (für die Asphaltbetondecke) beträgt die Leistung ca. 3,00 m/min. Ein Vorschneiden ist i.d.R. nicht erforderlich und auf ein Nachschneiden der gefrästen Flächen kann meist ebenfalls verzichtet werden. Wichtig ist auch, dass Betondecken gefräst werden können. Durch die Flexibilität können unter anderem die ohnehin schon geringen Standzeiten des Baggers weiter gemindert und durch den Einsatz der MTS-Asphaltfräse auch der Vorlauf der Fräsarbeiten an die Tagesleistung angepasst werden. Darüber hinaus machen sich die geringeren Vorhaltekosten gegenüber einer Straßenfräse positiv bemerkbar. Einen weiterer Aspekt zeigt die möglichst kurz gehaltenen Baustelle auf, wodurch die Beeinträchtigung der Anwohner und deren Erreichbarkeit zu den einzelnen Grundstücken gemindert werden kann. Auch schon vorgefräste Flächen lassen sich durch das erzeugte Fräsgut mit minimalem Aufwand sehr gut begehbar herstellen und für den weiteren Baustellenverlauf bestens vorbereiten. Das Fräsgut eignet sich dabei nicht nur als Provisorium, in aller Regel kann es vor Ort wieder eingebaut werden, was eine Entsorgung ebenfalls entbehrlich macht.