MTS-Asphaltfräse flickt Löcher in kommunalen Haushaltskassen

Privatwirtschaftliches Denken in kommunalen Strukturen
Die Stadt Idar Oberstein entschied sich für die Ausgliederung ihres Bauhofs in einen Regiebetrieb mit kaufmännischer Buchführung. Bauhofleiter Manfred Arndt nutzt die erlangte Eigenständigkeit und reduziert die Kosten der Gemeinde maßgeblich über gezielte Investitionen in den Maschinenpark – zuletzt mit der Anschaffung einer MTS-Asphaltfräse (BF450), die im Vergleich zu einer selbstfahrenden Fräse pro bearbeitetem Quadratmeter bis zu 45,- Euro spart.

„Bei rund 170 geplanten Betriebsstunden der Asphaltfräse jährlich läppert sich das Einsparpotenzial gewaltig“, meint Arndt, der das wendige Anbaugerät bereits 60 von geplanten 170 jährlichen Betriebsstunden im Einsatz hat. „Bisher löste er sämtliche Fräsarbeiten mit einer selbstfahrenden Fräse, die ihn mietweise inklusive Fahrer sowie An- und Abfahrt mit LKW und Tieflader rund 150 Euro brutto gekostet hat. „Mit der Anbaufräse fahren wir bei rund 84 Euro Stundensatz inklusive Bagger und Fahrer deutlich günstiger und sind dazu wesentlich flexibler.“ Es entfallen die Terminabsprachen, der Einsatz kann jederzeit erfolgen.

Arndt nutzt die BF450 vor allem für die Instandsetzung alter Aufbrüche sowie für Mittelnähte, Seitenstreifen und andere kleine Asphaltflächen: „Sie arbeitet sauber, lässt sich einfach bedienen und wenn man den Trick erst einmal raus hat, kann man damit doch sehr rentabel arbeiten“. Nach der ersten Geräteeinweisung haben seine Leute testweise ein paar Tage auf dem Bauhof mit dem neuen Gerät hantiert und „den Bogen mittlerweile richtig raus“.

Aktuell ist die Fräse auf einer Bundesstraße in Ortslage im Einsatz. „Eine Engstelle lässt uns wegen des Begegnungsverkehrs nicht mehr als 7,5 m Arbeitsraum Luft. Mit einer Umleitung und der BF450 kriegen wir die Baustelle trotzdem gut in den Griff“, freut sich Manfred Arndt, der seit der Ausgliederung seines Regiebetriebs bei einem jährlichen Investitionsvolumen von 260.000 Euro keine Fehlinvestitionen zu verzeichnen hat.

Die selbstfahrende Fräse nutzt der Idar Obersteiner Bauhofleiter weiter, wo er nur in längeren Strecken (ab 30 m) und Fläche arbeiten kann. Auch Kanalschächte können nur mit einer selbstfahrenden Fräse bedient werden. An allen anderen Stellen übernimmt die BF450 die nötigen Fräsarbeiten und spart der Gemeindekasse so jährlich um die 6000 – 7000 Euro.